True Mothers

Ein Film von Naomi Kawase
25. November 2021

Das Telefon klingelt – und plötzlich steht das Familienglück von Satoko und ihrem Mann auf der Kippe. Das in Tokio lebende Paar kann keine eigenen Kinder bekommen. So haben die beiden entschieden, den kleinen Asato zu adoptieren. Sechs Jahre ist das nun her – da ruft Hikari an, die leibliche Mutter des Buben, die bei dessen Geburt erst 14 war. Sie will ihr Kind zurück – oder, wenn das nicht möglich sein sollte, will sie Geld. Satoko und ihr Mann fallen aus allen Wolken. Sie beschliessen, Hikari zu treffen. Doch die Frau, die dann vor ihnen steht, hat nicht die geringste Ähnlichkeit mit Hikari, die sie bei der Adoption gesehen haben. Wer ist sie? Und was will sie?

Die japanische Regisseurin Naomi Kawase stellt immer wieder Figuren ins Zentrum ihrer Filme, die in der Realität oft übersehen werden: in «An – Von Kirschblüten und roten Bohnen» (2015) eine ältere Frau, die ein Geheimnis in sich trägt; in «Radiance» (2018) einen Fotografen, der sein Augenlicht verliert; jetzt eine 14-Jährige, die schwanger wird, und ein Paar, das keine eigenen Kinder bekommen kann. Die Regisseurin wechselt in «True Mothers» die Zeitebenen fliessend, zeigt so die verschiedenen Lebensumstände von Satoko und Hikari – der «beiden Mütter» von Asato – und erkundet die Natur biologischer und emotionaler Bindungen. Wie alle Filme von Naomi Kawase ist auch der bezaubernde, emotional starke «True Mothers» von Optimismus und Zartheit durchzogen und besticht durch liebenswerte Figuren.

Details zum Film

Regie

Naomi Kawase

Mit

Hiromi Nagasaku, Aju Makita, Arata Iura, Taketo Tanaka

Genre

Drama

Land, Jahr, Dauer

JP, 2020, 140'

Jugendfreigabe

16

Format

DCP, Farbe, 1.85, Dolby 5.1

Medienstimmen

«So fesselnd wie bewegend.» San Francisco Chronicle

«Einfühlsam und durchdacht.» Alliance of Women Film Journalists

«Die Filme der Japanerin Naomi Kawase sind stets von einer grossen Zärtlichkeit. ‹True Mothers› ist ein schönes Beispiel für die Sensibilität und Lyrik dieser Regisseurin.» Los Angeles Times

«Eine ergreifende und zarte Ode an Liebe und Vergebung.» Le Courrier Genève

«Ein zartes Drama über die Komplexität der Mutterschaft.» The Guardian

 

Kinos

Chur, Kinocenter
Meiringen, Cinema Meiringen
Pfäffikon, Kultur im Rex
Visp, Astoria