Nach Jahren schlampiger Fortsetzungen und aufgrund der schwindenden Fangemeinde soll die ambitionierte, queere Filmemacherin Kris die Slasher-Filmreihe Camp Miasma mit einer Neuverfilmung wiederbeleben. Sie trifft sich mit dem Final Girl des ersten Films,...
Nach Jahren schlampiger Fortsetzungen und aufgrund der schwindenden Fangemeinde soll die ambitionierte, queere Filmemacherin Kris die Slasher-Filmreihe Camp Miasma mit einer Neuverfilmung wiederbeleben. Sie trifft sich mit dem Final Girl des ersten Films, der geheimnisvollen und exzentrischen Hauptdarstellerin Billy Preston. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe gegenseitige Faszination…
«Teenage Sex and Death at Camp Miasma» ist eine liebevolle Hommage an den Slasherfilm der 1970er- und -80er Jahre. Inspiriert von den hypersexualisierten, oft transphoben Horrorfilmen aus der Jugend, spielt Jane Schoenbrun gewitzt mit intertextuellen Anspielungen, Doppeldeutigkeiten und Genrestereotypen. Die musikalische Untermalung wird zum augenzwinkernden Kommentar und die nahtlosen Realitätswechsel machen den Film zum geistreichen Verwirrspiel. Das atmosphärische Dekor und die bewusst an der B-Movie-Ästhetik angelehnte Bildsprache sind ein nostalgischer Hingucker. Im Kern werden jedoch existenzielle Themen verhandelt: Ängste, Sehnsüchte, Sexualität und Selbstentwürfe. Für diesen rebellischen Ansatz gewann der Film an den Internationalen Filmfestspielen von Cannes die Queer Palm. Hanna Einbinder und Gillian Anderson zeigen ihr facettenreiches komödiantisches Talent und harmonieren perfekt. «Teenage Sex and Death at Camp Miasma» ist eine Wucht und hat alles, was ein Kultfilm braucht.