Ed Saxberger, ein New Yorker in seinen Sechzigern, arbeitet seit Jahrzehnten in einem monotonen Job bei der Post. Abends trifft er sich mit den immergleichen Kumpels zu einer Runde Pool in der Stammkneipe. Eines Tages wird Ed von einem jungen Mann angesprochen,...
Ed Saxberger, ein New Yorker in seinen Sechzigern, arbeitet seit Jahrzehnten in einem monotonen Job bei der Post. Abends trifft er sich mit den immergleichen Kumpels zu einer Runde Pool in der Stammkneipe. Eines Tages wird Ed von einem jungen Mann angesprochen, der sich als Fan zu erkennen gibt. Seine Freunde und er sind hin und weg wegen eines Gedichtbands aus den Siebzigerjahren, den sie kürzlich entdeckt haben. Der Autor: Ed Saxberger. Nach anfänglichem Zögern lässt sich Ed von der Begeisterung der exzentrischen Truppe mitreissen. Sein Versprechen, für ihren geplanten Leseabend ein neues Stück Poesie zu verfassen, hat auch mit Gloria zu tun, der enigmatischen Schauspielerin, die es vortragen will.
«Late Fame» feierte seine Weltpremiere in der Sektion Orizzonti der Filmfestspiele von Venedig. Regisseur Kent Jones versetzt darin die Novelle «Später Ruhm» von Arthur Schnitzler ins New York der Gegenwart. Willem Dafoe verkörpert Ed mit typisch charmanter Zurückhaltung und lässt so auch dem jüngeren Cast viel Raum. Insbesondere Edmund Donovan und Greta Lee füllen ihn mit brillanten Performances aus. Ein unromantischer und doch wehmütiger Film über künstlerische Identität und kreativen Ausdruck einer vergangenen Ära.