La paranza dei bambini

Ein Film von Claudio Giovannesi
22. August 2019

Sechs Jungs kurven auf ihren Motorrollern durch die Gassen ihres Viertels Sanità in Neapel. Nicola, Briatò, Lollipop und ihre Freunde sind furchtlose Draufgänger. Sie wollen Geld machen wie ihre Vorbilder, Designer-Shirts und teure Sneakers tragen. Und wenn sie dann mal grosse Mafiosi sind, soll in ihrem Quartier niemand mehr Schutzgeld zahlen müssen. Die Jungs zögern nicht, Waffen einzusetzen, um die Kontrolle zu übernehmen. Nicola, ihr smarter 15-jähriger Anführer, kennt die Regeln: Um seine Gang schnell ganz nach oben zu bringen, fordert er einen der alten Mafia-Bosse heraus. Doch wegen seiner Freundin gerät Nicola zwischen die Fronten – und muss eine Entscheidung treffen…

«La paranza dei bambini» ist die Verfilmung des von wahren Begebenheiten inspirierten Romans «Der Clan der Kinder» von Roberto Saviano. Der mit «Gomorrha» international bekannt gewordene neapolitanische Autor und Mafia-Experte hat auch am Drehbuch, das am Filmfestival Berlin ausgezeichnet wurde, mitgeschrieben. Gradlinig erzählt «La paranza dei bambini» von einer Welt, in der es allein um Geld, Macht und ums Überleben geht. Der Film über eine Jugend zwischen Skrupellosigkeit, Konsumgier und Menschlichkeit überzeugt nicht zuletzt durch charismatische, in Neapel entdeckte Laiendarsteller. Starkes, authentisches Kino, das einen nicht mehr loslässt.

 

Nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Roberto Saviano («Gomorrha»)

Internationale Filmfestspiele Berlin 2019
Bestes Drehbuch

Details zum Film

Regie

Claudio Giovannesi

Mit

Francesco Di Napoli, Artem Tkachuk, Viviana Aprea, Pasquale Marotta

Genre

Drama

Land, Jahr, Dauer

IT 2019, 110'

Jugendfreigabe

16

Format

DCP, Farbe, Scope, Dolby Digital 5.1

Medienstimmen

«Ein Film mit grossartigen Schauspielern.» NZZ

«Was in Neapels Altstadt im Kleinen geschieht, ist als Abbild von Verführung, Gier, falschen Vorbildern, versagendem Staat ein Sinnbild des universellen organisierten Verbrechens.» Der Tagesspiegel

«Eine Achterbahnfahrt zwischen Euphorie und Angst, die der Film mit realistischer Unmittelbarkeit einfängt: Ganz direkt und mit ungeheurem Drive wird man in diese Welt hineingezogen.» Kulturradio.de

«Hier wirkt nichts gekünstelt oder gestellt. Das Drama entwickelt sich aus kleinen Episoden und Ereignissen, ohne dass der Regisseur mit drastischen Szenen nachhilft.» Filmstarts.de

«Der Film ist auch ein Protest gegen die italienische Politik, welche die Teenager alleine lässt.» Süddeutsche Zeitung

«Gedreht mit bemerkenswert charismatischen Laiendarstellern.» Der Spiegel