Et au pire, on se mariera (Wie wäre es mit heiraten?)

Ein Film von Léa Pool
22. März 2018

Geschickt versteckt Aïcha ihr fragiles Wesen hinter einem losen Mundwerk. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist angespannt, seit diese ihren über alles geliebten Stiefvater Hakim vor die Türe gesetzt hat. Die rotzige Vierzehnjährige fühlt sich von niemandem verstanden – bis sie eines Tages Baz kennenlernt und sich sofort bis über beide Ohren in ihn verliebt. Nur leider ist der sympathische Musiker doppelt so alt wie sie und nimmt sie zu ihrer Verzweiflung eher wie eine kleine Schwester wahr. Aïcha ist zu allem bereit, um Baz davon zu überzeugen, dass sie ein perfektes Paar wären. Doch ihre intriganten Fantasien werden ihr bald zum Verhängnis...

Die schweizerisch-kanadische Regisseurin Léa Pool («Maman est chez le coiffeur») ist eine Meisterin im filmischen Erforschen weiblicher Identität. In ihrem aktuellen Werk erzählt sie von der Zerbrechlichkeit einer jungen Frau, die verzweifelt nach Halt und Aufmerksamkeit sucht. Die junge Sophie Nélisse («Monsieur Lazhar», «Die Bücherdiebin») überzeugt in ihrer bisher komplexesten Rolle. Karine Vanasse, die in Pools «Emporte-moi» noch selbst die jugendliche Hauptfigur verkörperte, spielt Aïchas zunehmend ratlose Mutter. «Et au pire, on se mariera» ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Sophie Bienvenu.

 

Zurich Film Festival 2017
Gala

Solothurner Filmtage 2018
Panorama Fiction

Details zum Film

Regie

Léa Pool

Mit

Mehdi Djaadi, Jean-Simon Leduc, Sophie Nélisse

Genre

Drama

Land, Jahr, Dauer

CA/CH 2017, 91'

Format

DCP, Farbe, Scope, Dolby Digital 5.1

Jugendfreigaben

14, ZH: J/14

Medienstimmen

«Der Spur von Aïcha zu folgen ist wie das Betreten eines Labyrinths, in dem man sich ebenso verirrt wie die Protagonistin selbst…» Cinéma Québec

«Léa Pool inszeniert in ET AU PIRE, ON SE MARIERA auf einfühlsame Weise die ‹up and downs› der Pubertät am Beispiel einer obsessiven Liebe [...] Ein spannender Coming-of-Age Film, der durch die berührende Handlung, die starken schauspielerischen Leistungen und nicht zuletzt dem charmanten français québécois betört.» Maximumcinema.ch

«Léa Pool vollbringt einen wahren Kraftakt mit diesem feinfühligen, intensiven und rauen Film, der unter die Haut geht. Liebe ist blind, sie tut weh… und sie ist sehr dumm.» cinoche.com

«Das Schauspiel von Sophie Nélisse oszilliert zwischen Naivität, Zerbrechlichkeit und Charakterstärke, was den Szenen grosse Emotionalität verleiht.» SéquencesLa Revue de Cinéma

«Komplett kitschfrei behandelt die Kanada-Schweizerin Léa Pool das Thema erste Liebe. Sie erforscht wie immer in ihren Filmen die weibliche Identität, zeigt die schönen und die hässlichen Seiten, wertet oder urteilt dabei aber nie. Genau das macht ihre Sicht so spannend.» SI Style

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