Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings

Ein Film von Thomas Haemmerli
22. Februar 2018

«Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings» macht sich lustig. Über alles und jeden. Über die Linken, die alles bewahren wollen und sich vor Fortschritt fürchten. Über die Rechten, die jammern, der Fremde nehme ihnen Wohnung, Arbeit und den letzten Eisenbahn-Sitzplatz weg. Der filmische Essay streitet für dichte, vertikal gebaute Städte und erklärt die 20-Millionen-Metropole São Paulo zum Vorbild für die Schweiz. Er folgt der Wohnvita des Autors, der früher besetzte und heute im Trendquartier besitzt, der weltweit Wohnungen sammelt und sich damit selbst zum Gentrifizierungs-Schurken macht…

Regisseur Thomas Haemmerli («Sieben Mulden und eine Leiche») entführt in Weltmetropolen wie Tiflis, São Paulo und Mexiko-Stadt. Und er untersucht, warum in den Schweizer Städten Wohnungen so teuer sind, obwohl überall Baukräne stehen. Ohne je die Moralkeule zu schwingen fragt er, warum allerorten renoviert wird und die Mieterschaft plötzlich auf der Strasse steht. Ein rasant geschnittener, innovativ gestalteter Film – humorvoll, selbstironisch, provokant.

 

Zurich Film Festival 2017
Intl. Dokumentarfilmwettbewerb: Special Mention

Solothurner Filmtage 2018
Nominiert für den «Prix du Public»

Details zum Film

Regie

Thomas Haemmerli

Mit

Thomas Haemmerli

Genre

Dokumentarfilm

Land, Jahr, Dauer

CH 2017, 99'

Format

DCP, Farbe, Flat, Dolby Digital 5.1

Jugendfreigaben

16, ZH: J/12

Medienstimmen

«Einmal mehr vermag es Haemmerli, frischen Wind in die schweizerische Dokumentarfilmlandschaft zu bringen, mit steilen Thesen zum Gespräch anzuregen.» filmexplorer.ch

«Ein assoziativer, comic-hafter Trip.» NZZ

«Wer Haemmerlis filmische Auseinandersetzung mit seiner verstorbenen Messie-Mutter, ‹Sieben Mulden und eine Leiche›, mochte, wird auch seinen neusten Doku-Essay lieben. Das pointierte Pamphlet gegen den raumplanerischen Kleingeist ist eine haemmerliharte Attacke aufs Zwerchfell, die uns allen den Spiegel vorhält.» SRF

«Eine aufschlussreiche und witzige Einordnung der in der Schweiz so oft benutzten Begriffe ‹Gentrifizierung› und ‹Dichtestress›.» Tages-Anzeiger

«Extrem lustig wird es ganz zum Schluss, wo Haemmerli ein Baggervideo aufwertet, indem er die Grabesstimme aus ‹Züri brännt› parodiert.» WoZ

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