Die Adern der Welt

Ein Film von Byambasuren Davaa
24. Dezember 2020

«Wenn die letzte Gold-Ader aus der Erde gezogen ist, zerfällt die Welt zu Staub.» So heisst es in einem Lied, mit dem Amra in einer Talentshow auftreten möchte. Der 12-Jährige lebt mit seiner Familie in der mongolischen Steppe in einer traditionellen Nomadengemeinschaft. Während Amra zur Schule geht, kümmert sich seine Mutter um die Ziegenherde. Sein Vater arbeitet als Mechaniker und verkauft auf dem lokalen Markt selbstproduzierten Käse. Doch der Lebensraum der Familie wird von globalen, nach Gold grabenden Bergbauunternehmen bedroht. Amras Vater ist der Anführer derer, die sich der Ausbeutung widersetzen – und für den Jungen stellt sich bald die Frage, ob er seinem eigenen Traum oder den Fussstapfen seines Vaters folgen soll …

Regisseurin Byambasuren Davaa hat sich mit den Dokumentarfilmen «Die Höhle des gelben Hundes» und «Die Geschichte vom weinenden Kamel», der für einen Oscar nominiert wurde, international einen Namen gemacht. Mit «Die Adern der Welt» feiert sie nun ihr Spielfilmdebüt. Die bildgewaltige Kino-Perle erzählt eine generationenübergreifende, in einer grossartigen Landschaft spielende Familiengeschichte: engagiert, bezaubernd, berührend.

Details zum Film

Regie

Byambasuren Davaa

Mit

Bat-Ireedui Batmunkh, Purevdorj Uranchimeg, Algirchamin Baatarsuren, Enerel Tumen, Yalalt Namsrai

Genre

Drama

Land, Jahr, Dauer

DE/MN, 2020, 96'

Jugendfreigabe

6

Format

DCP, Farbe, Scope, Dolby Digital 5.1

Medienstimmen

«‹Die Adern der Welt› ist eine Herzensangelegenheit: Die virtuose Art, wie Davaa ihre Heimat einfängt, die Menschen zeichnet und deutliche Kritik an der Vereinnahmung des Landes durch aggressiven Rohstoffabbau übt – das alles gibt dem Film Grösse.» Journal Frankfurt

«Der schönste Film der Berlinale.» Tagesspiegel Berlin

«Davaa gelingt es, eine kulturübergreifende Erzählung von Trauer und Familienzusammenhalt zu verbinden mit der Kritik an globalem Profitstreben.» Stadtrevue

«Melancholisch, mythisch und bilderstark inszeniert.» FRIZZ

«Die oscarnominierte Regisseurin Davaa erzählt eine bewegende Filmgeschichte vor der atemberaubenden Kulisse der mongolischen Steppe.» Kölner.de

Kinos

St. Gallen, Kinok - Cinema in der Lokremise