Am Ende kommen Touristen

Ein Film von Robert Thalheim
29. November 2007

Zivildienst in einer Begegnungsstätte in Polen? Das stand auf Svens Wunschliste nicht ganz oben – war
aber die einzig freie Stelle, die er noch bekommen konnte. In Oswiecim, dem Ort, der unter seinem
deutschen Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte, soll sich Sven um den eigenwilligen KZ-Überlebenden
Krzeminski kümmern und wird nicht nur mit neuen Aufgaben, fremder Sprache und der
historischen Bedeutung des Ortes konfrontiert, sondern auch mit der eingespielten Routine der
Vergangenheitsbewältigung. Als Sven auf die polnische Dolmetscherin Ania trifft und sich in sie verliebt,
lernt er ein Leben jenseits der Begegnungsstätte kennen. Aber wie sieht ein normales Leben an einem
Ort aus, an dem nichts normal ist? Wo Fettnäpfchen, Vorurteile und Tabus auf der einen Seite und
Gedenkstätten-Tourismus auf der anderen Seite lauern? Als Ania sich für ein Stipendium in Brüssel
bewirbt, beschließt Sven alles hinzuschmeißen. Mit gepackten Koffern steht er am Bahnhof. Doch am
Ende kommen Touristen, wie jeden Tag, und Sven muss sich entscheiden...

Details zum Film

Regie

Robert Thalheim

Mit

Alexander Fehling, Ryszard Ronczewski, Barbara Wysocka, Piotr Rogucki

Genre

Drama

Land, Jahr, Dauer

DE 2008, 85'