Alpsegen

Ein Film von Bruno Moll
5. April 2012

Abenddämmerung, Alpsommerzeit. Durch einen Milchtrichter rufen die Sennen, selten eine Sennin, den Alpsegen oder «Bättruef». Jeden Tag, bei jedem Wetter. Sie bitten Gott und die Heiligen, Unheil von der Alp abzuwenden – möglichst laut, denn so weit man ihre Stimme hört, soll auch der Schutzbann wirken. Den Naturgewalten in der nächtlichen Bergwelt ausgeliefert, erfahren die Älpler ihre eigene Existenz als Teil eines grösseren Ganzen. Den Alpsegen rufen sie aus tiefer innerer Überzeugung.

Der mehrfach ausgezeichnete Regisseur Bruno Moll gibt in «Alpsegen» Einblicke in den Alltag von vier Älplern und einer Älplerin in der Zentralschweiz, die die Jahrhunderte alte Tradition des «Bättruef» praktizieren. Er beleuchtet ihre Spiritualität und mystischen Vorstellungen in einer modernen Welt, lotet ihr Selbstverständnis aus. «Alpsegen» ist auch eine Begegnung mit ganz unterschiedlichen Älplern, deren Offenheit, Leidenschaft und Schalk den Film auf wunderbare Art bereichern. Ein eindringliches Werk, ein facettenreicher Blick auf eine Welt, in der sich Mensch und Tier, Natur und Zivilisation berühren.

Details zum Film

Regie

Bruno Moll

Mit

Franz Ambauen, Rosa Ambauen, Josef Brun, Rita Brun

Genre

Dokumentarfilm

Land, Jahr, Dauer

CH 2012, 90'

Jugendfreigabe

10

Format

DCP, Farbe, Flat, Dolby Digital 5.1

Medienstimmen

«Ein Film, bei dem einem warm ums Herz wird.» Basler Zeitung

«In ‚Alpsegen‘ geht er es nicht um Klischees und die Postkartenschweiz, sondern um Themen wie Liebe, Glaube und die Beziehung des Menschen zur Natur. Bruno Moll erzählt in eindrücklichen und sehr stimmigen Bildern.» Schweizer Radio DRS

«Bruno Moll geht den Spuren des traditionellen Betrufes bei Innerschweizer Bergbauern nach – und findet dabei ein erstaunliches spirituelles Selbstverständnis.» Neue Luzerner Zeitung