A perdre la raison

Ein Film von Joachim Lafosse
A perdre la raison

Murielle und Mounir lieben einander leidenschaftlich, wollen heiraten. Trauzeuge wird der wohlhabende Arzt André, bei dem der aus Marokko stammende Mounir seit seiner Kindheit lebt. Er bezahlt die Hochzeitsreise, verschafft Mounir einen Job, bietet dem jungen Paar Unterkunft und finanzielle Sicherheit.

Bald kommt das erste Kind, später weitere.  Dank der Fürsorglichkeit des Arztes führt man ein sehr komfortables Leben. Doch Murielle fühlt sich mit den Jahren zunehmend unwohl in der Abhängigkeit von André und gefangen in einem für sie unerträglichen emotionalen Klima – mit äusserst fatalen Folgen…

Von aussen betrachtet scheint das Familienglück lange Zeit perfekt – die Dramen spielen sich in «A perdre la raison» vor allem in den Seelen der Figuren ab. Um dies nachvollziehbar auf die Leinwand zu bringen, bedarf es grossartiger Schauspieler. Regisseur Joachim Lafosse hat sie gefunden: Émilie Dequenne als Murielle spielt fantastisch und wurde für ihre Leistung am Filmfestival von Cannes prämiert. Ebenso überzeugend sind Niels Arestrup und Tahar Rahim, die schon für «Un prophète» gemeinsam vor der Kamera standen.

Joachim Lafosses eindringliche Chronik einer unausweichlichen Tragödie orientiert sich an einer wahren Begebenheit und bewegt sich in der Tradition des Kinos der Brüder Luc und Jean-Pierre Dardenne. Mit «A perdre la raison» ist Lafosse ein meisterlicher Film gelungen, der Fragen stellt, Antworten sucht und emotional berührt – und das ganz ohne effekthascherische Szenen.

Details zum Film

Regie

Joachim Lafosse

Mit

Niels Arestrup, Tahar Rahim

Genre

Drama

Land, Jahr, Dauer

BE 2012, 111 '

Jugendfreigabe

14 (16)

Format

DCP, Farbe, Scope, Dolby Digital 5.1

Medienstimmen

«Ein Film wie ein Paukenschlag. Stark, intelligent, bewegend!»  Les Inrockuptibles

«Emilie Dequenne zeigt eine herausragende Performance.» New York Time

«Einer der atemberaubendsten Filme des Jahres.» Le Temps

«Regisseur Joachim Lafosse erweist sich als Meister der Dramaturgie.» Télérama