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Kinostart am 11. Mai

Der junge Karl Marx

Ein Film von Raoul Peck
Mit August Diehl, Stefan Konarske, Vicky Krieps
FR/DE 2017, 118 Min.

Berlinale 2017: Special

Der notorisch verschuldete 26-jährige Karl Marx lebt 1844 mit seiner Frau Jenny und ihrem Kind im Pariser Exil. Hier lernt er den zwei Jahre jüngeren Friedrich Engels kennen, der wie er aus Deutschland stammt. Zunächst hat Marx für den gestriegelten Sohn eines Fabrikbesitzers nur Verachtung übrig. Doch Engels hat gerade eine Studie über die Verelendung der englischen Arbeiterklasse publiziert und ist dabei, sich von seiner bourgeoisen Familie zu lösen. So werden Marx und er bald Freunde. Sie haben denselben Humor, inspirieren sich gegenseitig und verfassen Texte, die eine Revolution entzünden sollen. Weder der Widerstand konservativer Kräfte noch Zensur und Polizei-Razzien halten sie davon ab, ihre Vision einer neuen Gesellschaft zu formulieren...

«Der junge Karl Marx» ist ein starker Spielfilm über die Begegnung zweier grosser Denker, die die herrschenden Gesellschaftsstrukturen nicht nur analysieren, sondern verändern wollten. In Form eines Porträts der engen Freundschaft von Marx und Engels erzählt Regisseur Raoul Peck die Entstehungsgeschichte ihrer Ideen während der fiebrigen Zeit anfangs der Industrialisierung. Ihm gelingt dabei ein so intimer wie präziser Blick in eine Welt, die durch zwei brillante, ungestüme und mutige Köpfe grundlegend erschüttert wurde. «Der junge Karl Marx» kreist um Fragen, die auch in der heutigen globalisierten Welt aktuell sind, ist sorgfältig gemacht und glänzt durch grossartige Schauspieler.